Fördern Sie die Klosterkonzerte Maulbronn
Sonntag, 27. September, 17 Uhr
Klosterkirche
Karten
52 / 44 / 27 / 15 Euro
ermäßigt
47 / 39 / 22 / 7,50 Euro
Junges Publikum
50 %
Kartenverkauf ab
23. März, 8 Uhr


Infos zur schriftlichen Vorbestellung unter klosterkonzerte.de/ihr-besuch
Marie Henriette Reinhold, Patrick Grahl, Manuel Winckhler,
Benjamin Hartmann, Maulbronner Kammerchor & Hannoversche Hofkapelle
Paulus
Marie Henriette Reinhold, Foto Christian Palm
Patrick Grahl, Foto Guido Werner
Manuel Winckhler, Foto Dora Drexel
Foto Conrad Schmitz
Benjamin Hartmann, Foto Conrad Schmitz

Felix Mendelssohn
Paulus, op. 36

Marie Henriette Reinhold Mezzosopran
Patrick Grahl Tenor
Manuel Winckhler Bass

Maulbronner Kammerchor
Hannoversche Hofkapelle
Benjamin Hartmann Leitung

Musikalisch-theologische Einführung
mit Pfarrer Ernst-Dietrich Egerer
und Benjamin Hartmann in der Winterkirche,
jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn

circa 155 Minuten inklusive Pause

Seit 2018 hat der Maulbronner Kammerchor unter der Leitung von Benjamin Hartmann gemeinsam mit wechselnden international renommierten Solisten und stets historisch informiert begleitet durch die Hannoversche Hofkapelle sämtliche chorsinfonischen Sakralwerke Felix Mendelssohns zur Aufführung gebracht. Mit dem Oratorium Paulus kommt in diesem Jahr dieser siebenteilige Maulbronner Mendelssohn-Zyklus zu seinem Abschluss und Höhepunkt.

Noch lange stand Mendelssohn unter dem Eindruck seiner epochemachenden Wiederaufführung von Bachs Matthäuspassion im Jahre 1829. Doch dieser entscheidende Zündfunke musste erst noch ein paar Jahre in ihm glimmen, bevor er sich 1832 daran setzte, ein Oratorium ähnlicher Faktur zu schaffen. Die Bezüge zum großen Vorbild werden in den Chorälen und komplexen Fugen offensichtlich, dennoch schafft es Mendelssohn auch mit seinem gezielten Einsatz der Instrumentation, die Komposition im Sinne seiner Zeit zu formen. Der Paulus gilt heute nicht zuletzt deshalb als Brückenwerk zwischen barocker Tradition und romantischer Erneuerung.

Theologisch relevant ist das Oratorium bis heute ohnehin. Die sprichwörtliche Wandlung des Christenverfolgers Saulus zum Apostel Paulus wird zum packenden psychologischen Porträt, während die Bekehrungsszene den zentralen Höhepunkt des Werks bildet. Die Fähigkeit zur Selbstreflexion und die Suche nach der Wahrheit abseits von eingeübten Feindbildern sind Tugenden, die in unserer heutigen Zeit wieder gefragt sind. Friede ist eine Aufgabe, der wir uns alle stellen müssen. Die Zuversicht dazu liegt in der Erkenntnis, dass Gott ein »liebender Vater aller Menschen« sei – ein Plädoyer für Universalität und Menschlichkeit.

Die Solostimmen sind auch in diesem Finale exzellent besetzt. Die Sopran- und Alt-Partien übernimmt die Mezzosopranistin Marie Henriette Reinhold. Für die Tenor-Partie ist Patrick Grahl engagiert und die Bass-Rolle singt Manuel Winckhler.

 

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