Bernd Glemser

 

Bernd Glemser – Biografie

Seit dem Gewinn des ARD WETTBEWERBES 1987 zählt Bernd Glemser - in Dürbheim geboren - zum exklusiven Club der Spitzenpianisten.

Die Zeitungen wurden schnell auf den Schüler des russischen Pianisten und Pädagogen Vitalij Margulis aufmerksam, der ab 1981 das einmalige "Kunststück" vollbrachte, hintereinander aus 17 (!) internationalen Wettbewerben als Sieger und Preisträger von Spezialpreisen hervorzugehen (Cortot, Rubinstein, Tschaikowsky, Busoni, Callas und viele mehr).

Nachdem Harald C. Schonberg - "Papst" der Klavierkritik - Bernd Glemser im Rahmen des Sydney Klavierwettbewerbes hörte, schrieb er tief beeindruckt in der New York Times, ...."einen Techniker von Weltrang gehört zu haben, der mit aristokratischem Spiel und im Geiste eines Glenn Gould den Wettbewerb buchstäblich gesprengt habe..." Auch die Kritik in Deutschland geizt nicht mit seltenen Superlativen. Die Debütkonzerte in der Alten Oper Frankfurt und im Herkulessaal München wurden schlichtweg als Sensation beschrieben, sein Auftritt am Klavierfestival Ruhr - Mekka der Pianisten-Elite - mit der Überschrift "Horowitziade" geadelt.

1989 erfolgt die Berufung zum jüngsten Professor Deutschlands an die Musikhochschule in Saarbrücken. Nettes Detail: Bernd Glemser, noch immer Student an der Musikhochschule Freiburg, musste deswegen von der dortigen Schulbehörde als Student exmatrikuliert werden, bekam aber den tröstlichen Bescheid, dass er seine Examina innerhalb 2 Jahren nachholen dürfe......(!)

Mittlerweile erhält Bernd Glemser Konzerteinladungen aus ganz Europa, den USA, Canada, Südamerika, Japan, China, Hong Kong, Australien und Neuseeland.

Im November 1996 wurde ihm die grosse Ehre zuteil, als erster Künstler aus Europa live im Fernsehen und Radio Chinas zu spielen (Tschaikowsky Nr.1). Im September 1997 folgt eine Tournee‚ durch China (Rezitale und Konzerte mit den Duisburger Symphonikern unter Bruno Weil). Das Fernsehen ARD hat am Neujahrstag 1998 ein Film-Portrait über diese Reise ausgestrahlt.

1999 USA-Tournee mit dem Delaware Symphony Orchestra (Rachmaninov Nr.3) und Rezital in der Harvard Musical Association (Boston), der ältesten Konzertreihe Nordamerikas. Eröffnung des 1. Musikfestivals im neuen Konzerthaus in Schanghai. Erstmalige Teilnahme am Weilburg Festival (Rachmaninov Nr. 1) und an der exklusiven Konzertreihe Round Table in Wels (A). Südamerika-Tournee.

2000 Philadelphia: Ein triumphaler Erfolg brachten Konzerte zum 100. Geburtstag des Philadelphia Orchestra. Bernd Glemser spielte das 3. Klavierkonzert von Rachmaninov. Für den Pianisten eine besondere Freude, hat doch der Komponist selbst mit diesem Orchester seine Konzerte gespielt und aufgenommen. Gedenkkonzert zum 50. Todestag in Bukarest zum 50. Todestag von Dinu Lipatti. Das Konzert wurde in 13 Länder übertragen. Erstmalige Einladung des Piano Festivals der Internationalen Musikfestwochen Luzern, dem Rheingau Musik-Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und dem Brandenburgischer Musiksommer. 2001 Mit der künstlerischen Leitung der Mittelrheinische Musikmomente - Veranstaltet durch die Rheinische Philharmonie und den Landkreis Koblenz - wird Bernd Glemser erstmals ein Festival anvertraut. 2002 Zweite US-Tournee mit dem Delaware Symphony Orchestra. Veröffentlichung der Sonaten 1 u. 3 von Schumann auf CD. Konzertreise nach Brasilien mit dem Dirigenten Thomas Fey und den Heidelberger Sinfonikern. 2003 Aufführung und Aufnahme der 5 Klavierkonzerte von Beethoven mit dem Dirigenten Bruno Weil und den Duisburger Philharmonikern Festkonzert zum 150. Geburtstag von BECHSTEIN am 21. September im Berliner Schauspielhaus (Tschaikovsky Konzert Nr.1 & Rachmaninov Nr.3). 2004 Beginn der Einspielung sämtlicher Werke für Klavier und Orchester von Franz Liszt mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks auf 4CD’s. Zyklische Aufführungen der 5 Klavierkonzerte von Rachmaninov. Konzerte u.a. mit Valery Fedossejew, herbert Blomstedt, Myung Whung-Chung, Kirill Petrenko. 3 Konzerte in Boston.

Seit 1996 ist Bernd Glemser – neben Alfred Brendel und Andras Schiff - ständiger Gast der Schubertiade Feldkirch. Das ORF überträgt seit 1996 sämtliche Konzerte des Pianisten von diesem Festival (Das Konzert 2001 wurde von 14 Ländern übernommen).

Der Pianist pflegt ein aussergewöhnlich weit gespanntes Repertoire vom Barock bis zur Moderne. Eine spezielle Liebe gilt Franz Liszt, als auch dem hochvirtuosen Fin de Siècle-Repertoire und dessen Exponenten wie Scriabin, Busoni und vor allem Rachmaninov.

Erschienen sind CD's innerhalb der Gesamt-Edition der Schumann- Scriabin- und Prokofiev-Sonaten. Auch sämtliche Klavierkonzerte von Tschaikowsky, die Paganini-Variationen von Lutoslawski als auch das komplette Werk für Klavier u. Orchester von Rachmaninov sind bisher veröffentlicht worden. Ausserdem CD’s mit Werken von Liszt, Chopin und Saint-Saëns. Erste Fernsehproduktion mit der Burlesque von Richard Strauss im Frühjahr 1995. Das Schweizer Fernsehen RSI und die ARD haben im März 1997 zwei virtuose Rezitals produziert. Das Fernsehen ARD nahm 1999 ein Portrait des Künstlers auf.

Zusätzlich zu seinen vielen Auszeichnungen erhielt Bernd Glemser 1992 den Europäischen Andor Foldes-Preis. Im November 1993 wurde ihm in Zürich der "Europäische Pianistenpreis" verliehen.

Die CD mit den Sonaten Nr. 1 & 3 von Schumann (NAXOS 8.554 275), wurde seit Sept. 2002 u.a. in den USA, England, Deutschland, Luxembourg und Polen 8 Mal (!) zur CD des Monats gekürt. Im März 2003 wurde die Aufnahme des 1. Klavierkonzert von Tschaikowsky in der Fernsehsendung Das musikalische Quartett (Blindtest-Wettbewerb), als beste Aufnahme des Marktes ausgezeichnet. Vol. 3 der Klaviersonaten von Prokofiev ist seit April 2003 bereits in 3 Fachpublikationen u.a. als Stern des Monats (Fono Forum) geehrt worden.

Im Juni 2003 wurde Bernd Glemser durch den Deutschen Präsidenten Rau das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Weitere Informationen zu Bernd Glemser finden Sie unter: www.musicmasters.ch